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HamburgerZentralbahnhof - Hauptbahnhof - Großbaustelle 1904 bei der Hamburger Kunsthalle

Hamburgs Zentral-Bahnhof (Zentralbahnhof) in Wort und Bild frei nach Schiller. Mit Versen von A. von Wedel. Nach Skizzen von Christian Förster zeichnete der Hamburger Maler und Lithograph Karl Müller die Bilder, die mittels eines Phonographen durch das Phonographische Kunstinstitut von Gustav Heinrich Müller vorzüglich übertragen wurden. Die Lithographische Anstalt, Buch- und Steindruckerei Schlachter & Rühger in Hamburg druckte die Lithographie auf einem Blattformat von 81 x 59 cm. Die Lithographie erschien im Hamburger Verlag Gustav Fritzsche in der Zeit von 1904 bis 1906.

Johann Hinrich Christian Förster (1825 - 1902 in Hamburg) war Maler, Grafiker und Karikaturist. Seit 1850 war er Illustrator für die Zeitung "Reform". Carl Josef Müller (1865 in Hamburg - 1942 Theresienstadt). Lehre als Lithograph in Hamburg und Ausbildung als Kunstmaler in Dresden und Berlin. A. von Wedel (auch Pseudonym Fritz Pfiffikus) verfasste in der Zeit um 1900 Lieder und Reime, Ränke und Schwänke u. a. bei Fritzsche in Hamburg.

Hamburg Zentralbahnhof um 1904 nach Skizzen von Johann Hinrich Christian Förster gezeichnet von Carl Josef Müller, gedruckt bei Schlachter & Rühger, Verkauf bei Gustav Fritzsche .

 

 

Der obere linke Teil zeigt die Porträts der Bürgermeister, Senatoren, Minister und Präsidenten. In der Mitte ist der Entwurf für den neuen Zentralbahnhof zu sehen.

Hamburger Senatoren Dr. Mönckeberg, O'swad, Roscher, Dr. Predöhl, Refardt, Roosen, A. F. Hertz, Dr. Stamman, Eisenbahnpräsident Jungnickel, Carl Laeisz, Polizeidirektor Dr. Roscher, Bürgermeister Dr. Hachmann, Dr. Versmann, Dr. Petersen, Eisenbahnminister Thielen.

Portraits von Senator Dr. Mönckeberg, Senator O'swald, Senator Roscher, Senator Dr. Predöhl,  Senator Refardt, Senator Roosen, Senator A. F. Hertz und Senator Dr. Stammann. Das Portrait von Eisenbahnpräsident Jungnickel, Carl Laeisz, Polizeidirektor Dr. Roscher, Bürgermeister Dr. Hachmann, die zuvor verstorbenen Bürgermeister Dr. Versmann und Bürgermeister Dr. Petersen, sowie Eisenbahnminister Thielen.

 

 

Der rechte obere Teil zeigt neben der Eingangshalle des Zentralbahnhofes weitere Portraits von Bürgermeistern, Senatoren und Persönlichkeiten Hamburgs

Hamburger Bürgermeister Dr. Lehmann, Senatoren Möring, Holthusen, G. F. Hertz, Dr. Lappenberg, Dr. Burchard, Westphal, Kähler, Schemmann, Oberingenieur Franz Andreas Meyer, Präsident S. Hinrichsen, Adolf Woermann, Generaldirektor Ballin, Senator Dr. Schröder.

Porträts von Bürgermeister Dr. Lehmann, Senator Möring, Senator Holthusen, Senator G. F. Hertz, Senator Dr. Lappenberg, Senator Dr. Burchard, Senator Westphal, Senator Kähler, Senator Schemmann, Oberingenieur Meyer (d. i. Franz Andreas Meyer, Baumeister der Hamburger Speicherstadt, gestorben 1901), Präsident S. Hinrichsen, Adolf Woermann, Generaldirektor Ballin, Senator Dr. Schröder.

 

 

Hamburg Schillerdenkmal mit Lombardsbrücke und Kunsthalle nach der Zeichnung von Christian Förster um 1904

Das Schiller-Denkmal in Hamburg beim Bau des Hamburger Hauptbahnhofes 1904

Das Schiller-Denkmal steht seit 2008 am Dammtordamm (1904 am Ferdinandstor). 1904 wurde das Fundament für den Zentralbahnhof vorbereitet. Hamburgs Großbaustelle inmitten der "Guten Stube" sorgte für Unruhe. Der Mörtel für die Fundamente wurde mit Pferdewagen über die Schutthügel geschafft. Der Schuttberg entstand durch abgebrochene Häuser, die für das Großprojekt weichen mussten. Nach dem Bau des Hamburger Rathauses und der Freihafen Zollgebäude ist der Bau des Zentralbahnhofes das dritte Großprojekt zur Kaiserzeit in Hamburg. 

 

 

Die Hamburger Lombardsbrücke mit Eisenbahn während des Baus des Zentralbahnhofes

Käses Rundfahrten, Moritz Mädler Patentkoffer, Lombardsbrücke um 1900 in Hamburg

In diesem Bildausschnitt erkennt man Käse's Rundfahrt-Kutsche (Käses Rundfahrten) auf dem Weg zum Jungfernstieg und in die andere Richtung ein Pferdewagen mit Werbung für Mädler's Patent-Koffer (Moritz Mädler Patentkoffer). Bei der Lombardsbrücke war der Lagerplatz für die Baumaterialien. Bäume wurden gefällt und Pfähle in die Erde gerammt.

 

 

Rund um das Schillerdenkmal in Hamburg

Bau des Hamburger Hauptbahnhofs ab 1904 mit Kunsthalle und Schiller-Denkmal.

Schiller richtet einen flehenden Blick zum Himmel. Er selbst war wohl nie in Hamburg gewesen, aber die Hamburger haben ihm ein Denkmal gesetzt. Zu seinen Füßen wird in einer Arbeitspause Kümmel getrunken. Für die Gründung des neuen Zentralbahnhofes wurde viel Material gebraucht. In dieser satirischen Darstellung werden Marmorfiguren aus der Hamburger Kunsthalle in die Mörtelgruben geworfen. Die Kunsthalle ist von Schmutz und Staub umgeben. Arbeiter aus Polen und Steinmetze aus Italien waren im Einsatz. In der benachbarten Twiete wurde Köm und Braunbier getrunken. Die Zeitarbeiter erhielten einen kargen Lohn, der meist sofort auf St. Pauli verjubelt wurde. Schlägereien waren an der Tagesordnung. 

 

 

Details am Fuße des Schiller-Denkmals

Arbeitspause beim Bau des Hamburger Hauptbahnhof. Prominenz am Schillerdenkmal.

Hamburg International. Die künstlerische Freiheit macht es möglich: Links am Denkmal ein Chinese und ein Türke. Gleich daneben viel Prominenz, die mit Sicherheit nicht anwesend war. Aber vielleicht die schöne Vierländerin oder die Zitronenjette aus Hamburgs Vergangenheit.

 

Arbeiten am Fundament des Hamburger Zentralbahnhofs

Baustelle Zentral-Bahnhof Hamburg 1904, 1905, 1906

Ist der Polizist wirklich noch Herr der Lage? Pferde und Menschen geben ihre ganze Kraft. Der schwere Mörtel muss über den Schuttberg geschafft werden.

 

 

Die Hamburger Kunsthalle und die Großbaustelle 1904

Die Hamburger Kunsthalle und die Großbaustelle 1904

Mit der These, die Marmor-Skulpturen der Hamburger Kunsthalle in die Mörtelgrube zu geben, provoziert der Künstler die kunstverständige bürgerliche Gesellschaft. 

 

 

Die Eisenbahn-Schranke am Klosterbahnhof in Hamburg

Die Eisenbahn-Schranke am Klosterbahnhof in Hamburg

Alsterdamm Richtung Uhlenhorst. Ein Bierwagen der "Löwen-Brauerei" und Fahrräder der Marke "Möwe" und "Adler" - Die Bahnschranke am Klosterbahnhof bringt alles zum Stehen. Eisenbahnzüge nach Aumühle, Reinbek und Friedrichsruh, nach Ratzeburg und Wedel und auch ein Zug aus Blankenese schieben sich durch die Menschenmassen. Der Schaffner und sein Assistent haben alle Hände voll zu tun. Zeitungsredakteure wollen wieder von dem neuesten Unglück am Klostertor berichten. Im Hintergrund ein Zusammenstoß zweier Lokomotiven. Dies ist die Rache der Toten, deren Gebeine man beim Umzug vom Friedhof St. Georg zum Friedhof Ohlsdorf verwechselte. Einige haben vielleicht daran geglaubt.

 

 

Eisenbahn-Lokomotive und Bahnschranke. Der Verkehr beim Bau des Hamburger Zentralbahnhofes

Schrankenwärter, Lokomotive, Bahnschranke, Eisenbahn Verkehr beim Bau des Hamburger Zentralbahnhof

Der Schrankenwärter mit der Fahne kann in diesem Durcheinander nicht viel ausrichten. Am rechten Bildrand werden die Wälle mit Spitzhacken abgeschabt. Wenn die Pfähle vom Hang auf die Eisenbahnschienen rollen, können die Zeitungsredakteure wieder von einem neuen Unglück am Klosterbahnhof berichten.

 

 

Die Großbaustelle und das normale tägliche Leben in Hamburgs Guter Stube

Zum gemütlichen Rowdy-Club um 1900. Zeichnung von Christian Förster und Karl Josef Müller in Hamburg.

Neben aller Hektik nimmt das Leben "Zum gemütlichen Rowdy-Club" seinen geregelten Lauf. Auch Matrosen wollen sich mit den Stühlen in der Hand körperlich betätigen. Derweil macht der charmante Soldat dem glücklich strahlenden Kindermädchen ein paar schöne Komplimente und die Schreie aus dem weit geöffneten Mund der lütten Deern im Kinderwagen gehen im allgemeinen Getöse unter.

 

 

Ein Fahrrad-Unfall

Ein Fahrrad-Unfall um 1900 in Hamburg. Karikatur von Christian Förster gezeichnet von Karl Josef Müller in Hamburg.

Der Schutzmann notiert den "bösen Buben", der es wohl mit seinem Fahrrad zu eilig hatte. Die Dickmadame hat er umgeworfen. Der alte Seebär mit der Tabakspfeife im Mund wird dem Rowdy gleich eine schallern. Auch der Straßenköter ist aufgebracht und wird ihm wohl die Büx zerreißen. Die Marktfrau schaut entsetzt und der amerikanische Tourist im karierten Sacko und mit Zylinder kann darüber nur lachen. Eine hübsche junge Deern auf dem Fahrrad dreht sich kurz noch einmal um und ist froh, diesem Getümmel noch einmal davongekommen zu sein.

 

 

Hamburger Kunsthalle - Heute großer Vortrag über Moderne Kunst

Hamburger Kunsthalle -  Der Direktor Alfred Lichtwark in einer Frauengruppe. Karikatur von Christian Förster gezeichnet von Karl Josef Müller in Hamburg.

Marmor für die Mörtelgrube? - Das kann ja wohl nicht wahr sein! Absichtlich oder unabsichtlich wird der Direktor Alfred Lichtwark von einer aufgebrachten Frauengruppe gleich mit abtransportiert. Ein Museumswärter der Hamburger Kunsthalle will dies noch im letzten Moment verhindern.

 

 

Die Rache der Toten vom Hamburger Friedhof St. Georg

Hamburger Friedhof St. Georg.  Ritter Sankt Georg und der 1854 verstorbene Wasserträger Hans Hummel. Karikatur von Christian Förster gezeichnet von Karl Josef Müller in Hamburg.

Der Ritter Sankt Georg führt als Schutzpatron die Truppe der toten Hamburger an. An vorderster Front dabei ist der 1854 verstorbene Wasserträger Hans Hummel, der auch über die Grenzen Hamburgs bekannt geworden ist (Hummel, Hummel - Mors, Mors). Der Bau des Zentralbahnhofes war Ursache für die Verlegung der Gebeine zu dem weiter entfernten Zentralfriedhof in Ohlsdorf. Dieser Umzug war nicht optimal organisiert und man vermutete, dass zahlreiche Knochen neu sortiert wurden. Die Presse nahm diesen Vorfall auf und schon bald sprach der Volksmund von der Rache der Toten von St. Georg und man befürchtete ein großes Eisenbahnunglück beim neuen Zentral-Bahnhof.

 

Eisenbahnminister Karl von Thielen - Chef vom Reichseisenbahnamt

Eisenbahnminister Karl von Thielen vom Reichseisenbahnamt, Bau des Hamburger Zentralbahnhofs

Hier ist noch einmal ein Ausschnitt des Zentralbahnhofes (heute Hamburger Hauptbahnhof) in seiner ganzen geplanten Pracht der wilhelminischen Zeit. Über dem Dach der Kunsthalle triumphiert der Eisenbahnminister Thielen. In der unteren rechten Ecke drohen ihm die Toten vom Friedhof St. Georg.

 

 

Gedicht von A. von Wedel frei nach Friedrich Schiller (Die Glocke). Eine humorvolle Beschreibung vom Bau des Hamburger Zentral-Bahnhofs

Verse von  A. von Wedel frei nach Friedrich Schiller, humorvolle Beschreibung zum Bau dem Hamburger Zentralbahnhofs

 

 

humorvolle Verse von  A. von Wedel  zum Bau dem Hamburger Hauptbahnhofs 1904 bis 1906

 

 

Reime von A. v. Wedel in Hamburg zu den Illustrationen von Christian Förster und Karl Müller beim Bau des Zentralbahnhof

 

 

A. von Wedel Reime zum Bau des Hamburger Zentralbahnhofs 1904 bis 1906

 

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